Reiner Wein - P. G. Wodehouse
P.G. Wodehouse blickt zurück auf ein Leben voller Sprünge und Kapriolen: von den bescheidenen Anfängen als Bankangestellter über erste zaghafte Schreibversuche bis zum Durchbruch … und über diesen hinaus. Auch als Autobiograph geht der größte Humorist der englischen Sprache zielstrebig auf jede Pointe zu und opfert dieser, wenn es sich nicht vermeiden läßt, gern das eine oder andere Körnchen Wahrheit. Ein Buch, so komisch wie seine besten Romane! Deutsche Erstausgabe.
- P. G. Wodehouse
- Reiner Wein
- Autobiographische Abschweifungen
- Aus dem Englischen von Thomas Schlachter
- Gebunden, Fadenheftung
- 215 Seiten
- EUR 19.95 / EUR 20.60 (A) / sFr. 34.00
- ISBN: 978-3-905513-44-8
P.G. Wodehouse (1881 - 1975), pointenfroher Prosadichter, verfasste über neunzig Bücher mit Romanen und Erzählungen.
Thomas Schlachter, geboren 1965, Übersetzer, lebt in Zürich.
Pressestimmen
"Reiner Wein sollte nur in kleinen Schlucken genossen werden, ansonsten macht der unvergleichliche Humor von Plum Wodehouse schnell besoffen."
Vanity Fair 34/07
"Der schmale Band ist randvoll mit dem ganzen Zinnober gepackt, der einen wie Wodehouse umtreibt."
Westfälischer Anzeiger 184/07
"Das absolut coolste was es gibt."
ARD (Druckfrisch, Empfehlung von Denis Scheck) 2. September 2007
"Stattdessen bietet P.G. Wodehouse das im Überfluss, wofür wahre Genießer schöner Literatur ihn lieben: Anekdoten und phantastische Kaspereien, sprachliche Hochkomik gepaart mit stilistischer Brillanz, Details über Knebelbärte in Kalifornien und Türspione in New York, sowie schlagende Argumente gegen körperliche Ertüchtigung und für lebenslanges Rauchen. Wer von dieser erlesenen Ernte keinen seligen Schwips davon trägt, hat etwas falsch gemacht."
Deutschlandradio (Büchermarkt, Empfehlung von Sacha Verna) 30. Oktober 2007
"Seine Pointen bringen das Zwerchfell zum Zittern, sein Witz vertreibt düstere Gedanken. Mit seinen Waffen, einem scharfen Geist, einem reichlich gespickten Arsenal an Wortwitz und seiner Schreibmaschine, mit der er Wort für Wort aufs Papier schlug, erlangte Wodehouse jene Unsterblichkeit, die seinen kriegslustigen Vorfahren verwehrt blieb."
Neue Zürcher Zeitung vom 8. Dezember 2007
"P. G. Wodehouse ist das beste Medikament gegen die Schwere deutschsprachige Literatur. Der Brite ist einfach nur witzig."
Weltwoche 3/08
Autoren sind, als Klasse betrachtet, wahrlich keine Augenweide. Zwecks Verifizierung dieser These begebe man sich einmal auf einen literarischen Empfang. Bei solchen Gelagen sieht man große Autoren, kleine Autoren, korpulente Autoren, dünne Autoren sowie Autoren von mittlerer Größe und Beleibtheit, doch ausnahmslos alle sehen sie aus wie Wesen, die noch der genügsamste Geier in der Wüste Gobi mit einem verächtlichen Zucken des Schnabels übergehen würde. Nur selten begegnen wir einem mit halbwegs menschlichen Zügen.
Da ich geistig stark zurückgeblieben bin, schreibe ich die Sorte von Büchern, hinter denen alle nicht Eingeweihten einen unbeschwerten, wenn auch leicht beschränkten Jüngling von fünfundzwanzig Lenzen vermuten.
»Na schön«, sagen sich die Fernsehzuschauer, »wir können uns ruhig mal anhören, was dieser Jungspund zu sagen hat. Man will ja schließlich wissen, was die heranwachsende Generation denkt.« Und was passiert? »Unser heutiger Gast ist Mr. P.G. Wodehouse«, heißt es, worauf ein spatkranker Mittsiebziger hereinspaziert, dessen Kopf dick eingepudert ist, damit die Glatze nicht so schimmert, und dessen schwache Glieder unentwegt zucken, als wäre er ein elektrisierter Frosch. Da kann es nicht verwundern, daß ich ein paar Monate später, wenn die nächste Tantiemenabrechnung eintrifft, feststellen muß, daß sich der Verkauf wieder einmal »zäh« angelassen hat, um einen Verlegerterminus zu bemühen. Wie ein Mann haben die amerikanischen Buchkäufer beschlossen, das Geld im Sparstrumpf zu lassen – und wer wollte es ihnen verargen? Auch ich würde keine zwei Pence auf einen Mann setzen, der auf dem Bildschirm so aussieht wie ich.