Mulliner schenkt ein - P. G. Wodehouse
Ein Grand Cru des Wodehouse-Spitzenjahrgangs 1929 – erstmals in deutscher Abfüllung! Der begnadete Fabulierer Mr. Mulliner schenkt neun Geschichten aus, in deren Zentrum ebenso viele Angehörige seiner schillernden Sippe stehen. Ganz gleich, ob er dabei den fatalen Folgen des Nikotinverzichts nachsinnt oder mit den fluchwürdigen Jagdsitten des britischen Landadels ins Gericht geht: Stets verbergen sich hinter all der funkelnden Komik profundeste Lebensweisheiten. Wie zum Beispiel in der Geschichte der Golfspielerin Agnes Flack, die mit eiserner Hand einen Mann in den Hafen der Ehe lotsen will, was die beiden unfreiwilligen Kandidaten – den Schriftsteller John Gooch und den Kunstmaler Frederick Pilcher – zu unerhörten Einsichten in das dräuende Glück zu zweit anstiftet.
- P. G. Wodehouse
- Mulliner schenkt ein
- Erzählungen
- Aus dem Englischen von Thomas Schlachter
- Deutsche Erstausgabe
- Gebunden
- 238 Seiten
- EUR 19.95 / EUR 20.60 (A) / CHF 34.00
- ISBN 978-3-905513-48-6
P.G. Wodehouse (1881 - 1975), pointenfroher Prosadichter, verfasste über neunzig Bücher mit Romanen und Erzählungen.
Thomas Schlachter, geboren 1965, Übersetzer, lebt in Zürich.
Pressestimmen
"Es ist kein Verbrechen, den britischen Schriftsteller P. G. Wodehouse (1881-1975) nicht zu kennen, sondern eine große Tragik. Die lässt sich leicht zur Komödie wandeln mit der Lektüre seiner wunderbaren, skurrilen, famosen und urbritischen Erzählungen, die ganz frisch in deutscher Übersetzung erschienen sind."
Rheinische Post vom 15. Juli 2009
"P. G. Wodehouse legt Mr. Mulliner Weisheiten in den Mund, die zwar lebensklug klingen, aber selbstredend so irrwitzig sind, dass sie beim Nacherzählen nur Schaden nehmen. Also: dringend selber lesen!"
Frankfurter Rundschau vom 12. August 2009
"P.G. Wodehouse und sein kongenialer Übersetzer Thomas Schlachter haben uns mit diesem neuen Band der Edition ein weiteres literarisches Juwel geschenkt, dessen Funkeln geeignet ist, selbst in die dunkelsten Ecken unserer Seelen ein heiteres Licht zu tragen. Ein Hoch auf Wodehouse/Schlachter und für das exzellente Buch den Musenkuß!"
Musenblätter vom 14. September 2009
"Wodehouse entführt mit diesen Erzählungen in eine Welt, in der an Adjektiven kein Mangel herrscht."
Stuttgarter Nachrichten vom 13. Oktober 2009
"Ein Erzählband wie eine Zuckerbäckerei, jeder Satz ein hübsch geschwungener Kringel."
Financial Times vom 18. November 2009
"Als lustigster Autor Englands gilt P. G. Wodehouse, dessen Geschichten von ziemlich skurrilen Adligen handeln. Nun ist endlich eine bildschöne Gesamtedition seiner Meisterwerke auf dem Markt."
Spiegel online vom 14. Dezember 2009
Denn selbst wenn er, dachte John Gooch, Agnes Flack heiratete – was tat das schon? Er vertraute auf sein Glück und hielt es für durchaus denkbar, daß sie unter die Räder eines Lastwagens geriete oder auf der Hochzeitsreise von einer Klippe stürzte. Außerdem zog das barmherzige moderne Scheidungsrecht mit seinen mannigfachen Möglichkeiten selbst einem Ehebund mit Agnes Flack den Stachel.
Frederick Pilchers Gedanken waren nicht minder optimistisch. Agnes Flack, so überlegte er, war unstreitig eine Giftspritze. Na, um so besser! Genau die Richtige, um einen Maler wie ihn auf Trab zu halten. Bisher war ihm Arbeitsscheu nicht ganz fremd gewesen. Er pflegte um sein Atelier einen großen Bogen zu machen und lungerte lieber im Haus herum. Wäre er dagegen erst einmal mit Agnes Flack verheiratet, würde sein Atelier wesentlich mehr von ihm zu sehen bekommen. Er würde den ganzen Tag darin verbringen, ja wahrscheinlich sogar ein Klappbett aufstellen und den Raum kaum noch verlassen. Ein vernünftiger Mann, so dachte Frederick Pilcher, kann mit der richtigen Einstellung noch jede Ehe zum Erfolg machen.