In alter Frische - P. G. Wodehouse

Zum erstenmal auf deutsch: Wodehouse’ Einstieg in die Blandings-Saga! Lord Emsworth gerät an den amerikanischen Millionär J. Preston Peters, der sich auf ein eher schrulliges Hobby kapriziert: Er sammelt altägyptische Skarabäen. Als das Herzstück seiner Kollektion verschwindet, ist die Jagdsaison auf Schloß Blandings eröffnet: Privatsekretäre liegen nächtens auf der Lauer, Revolverkugeln pfeifen durch die Finsternis, und ein falscher Diener erobert das Herz einer nicht minder falschen Zofe.

In alter Frische

  • P. G. Wodehouse
  • In alter Frische
  • Roman
  • Aus dem Englischen von Thomas Schlachter
  • Gebunden, Fadenheftung
  • 256 Seiten
  • € 19.95 / € 20.60 (A) / CHF 34.00
  • ISBN: 978-3-905513-46-2

P.G. Wodehouse (1881 - 1975), pointenfroher Prosadichter, verfasste über neunzig Bücher mit Romanen und Erzählungen.

Thomas Schlachter, geboren 1965, Übersetzer, lebt in Zürich.

Pressestimmen

"Es geht hoch her in dieser Geschichte von Wodehouse, dessen Bücher von Brecht verehrt wurden und von Tony Blair geliebt werden."
Rheinische Post, 15. August 2008

"Man muss den 'alten Knaben' einfach lieben!
Frankfurter Rundschau, 21. August 2008

 „In alter Frische ist der neunte Roman der Wodehouse-Reihe, die der Epoca-Verlag seit drei Jahren auflegt. Dank seinem kongenial-sublimen Übersetzer Thomas Schlachter wird das englische Nationalheiligtum endlich auch für uns zu einem ausufernden, fortgesetzt-glucksenden (Lese-)Vergnügen."
Deutschlandradio, 6. Oktober 2008

"Bei den Entscheidungen die er beim Übersetzen ständig zu treffen hat, ist für Schlachter das Kriterium der Wirkungsäquivalenz zentral: 'Der Witz muss zünden - notfalls auf Kosten der philologischen Korrektheit!'"
Neue Zürcher Zeitung, 14. Oktober 2008

"Zum krummen Geburtstag ein Roman zum Schieflachen. Am Mittwoch nämlich feierte P.G. Wodehouse seinen 127. - und wir kriegen das Geschenk: Endlich hat Thomas Schlachter den ersten Band der Blandings-Saga übersetzt! Für all die Unglücklichen, die nicht Bescheid wissen: Wodehouse, der zutiefst britische Humorist, hat etwa hunderttausend Romane geschrieben - die eine Hälfte über den hilflosen Bertie Wooster und seinen herrischen Diener Jeeves, die andere über den zerstreuten Lord Emsworth und seinen nichtsnutzigen Sohn, den Honourable Freddie. In alter Frische (von 1915) kommen diese beiden vereint zur Welt - und Wodehouse schreibt so elegant und epidemisch komisch, wie er es nachher noch sechs Jahrzehnte lang tun sollte. Was im Roman geschieht, tut eigentlich nichts zur Sache (auch wenn es bei Wodehouse ständig zur Sache geht), deshalb an dieser Stelle nur so viel: Es werden ein Skarabäus, die Nerven und viele gewählte Worte verloren. Bei Wodehouse wird aus guter Laune ein Roman."
Die literarische Welt, 18. Oktober 2008

"Die Bücher es britischen Autors Pelham Grenville Wodehouse lesen sich, als ob die literarischen Gesellschafts-Sittenbilder von Jane Austen und der Spass-Guerilla-Truppe Monty Python durch den Fleischwolf gedreht worden wären."
Profil, 27. Oktober 2008

"P. G. Wodehouse war ein Vielschreiber und begnadeter Humorist, der hier in einer ausgezeichneten Übersetzung vorliegt."
20 Minuten, 28. Oktober 2008


P. G. Wodehouse

Mr. Peters lenkte das Gespräch in ein anderes Fahrwasser.
»Das sind meine Skarabäen«, sagte er.
Lord Emsworth rückte die Brille gerade. Das milde Lächeln auf seinen Lippen erstarb und wich einem stieren Blick. Jeder Lichtspielregisseur hätte diesen Blick sogleich richtig gedeutet: Lord Emsworth drückte »Interesse« aus – und zwar ein, wie er augenblicklich wußte, von A bis Z geheucheltes Interesse. Kaum nämlich hatte Mr. Peters zu reden begonnen, spürte der Graf instinktiv, daß er sich nun langweilen würde, wie er sich noch selten gelangweilt hatte.
Wir mögen über die englische Aristokratie sagen, was wir wollen, wir mögen mit roter Krawatte zu sozialistischen Kundgebungen rennen, doch wir können nicht bestreiten, daß sich in kritischen Momenten zeigt, was wahre Klasse ist. Ein englischer Adliger von rechtem Schrot und Korn vermag sich weit unauffälliger bis an die Grenze zur Leichenstarre zu langweilen als irgendwer sonst.
Mit Freude betrachtet man deshalb die entschlossene – wenn auch leicht gequälte – Höflichkeit, mit der sich Lord Emsworth in die beschwerliche Rolle des Mannes schickte, der den Ausführungen eines Monomanen über dessen Steckenpferd lauscht. Zwar war er in Gedanken ganz woanders, doch stieß er von Beginn weg in regelmäßigen Abständen ein wohlklingendes »Aah!« aus. Mr. Peters erachtete dies offenbar als völlig ausreichenden Gesprächsbeitrag.